„SEBASTIAN“ SORGT FÜR UNFÄLLEZwei Tote bei Sturm in Hamburg

Mann von Gerüst erschlagen +++ Rollstuhlfahrer in Elbe gestürzt

Herbststurm „Sebastian“ hat im Hamburger Stadtgebiet für zwei tödliche Unfälle gesorgt.

► In Blankenese ist ein Rollstuhlfahrer in die Elbe gestürzt! Taucher suchten den Vermissten am Blankeneser Fähranleger.

Denn außer seinem Rohlstuhl fehlte jede Spur von dem Frührentner – bis um 16 Uhr. Da fanden die Einsatzkräfte die ausgekühlte Leiche in der Elbe und brachten sie an Land. Mittlerweile vermutet die Polizei, dass es sich bei dem Rolli-Fahrer auch um Selbstmord handeln könnte. Denn der Rollstuhl sei zu schwer, um in den Fluss zu wehen.

► Ein Gerüstteil einer Dachsicherung ist an der Willy-Brandt-Straße vom siebten Stock eines Hochhauses abgerissen und auf den Fußweg gestürzt.

Ein Fußgänger wurde getroffen. Er brach schwer verletzt auf dem Gehweg zusammen und war nicht ansprechbar. Mit einem Rettungswagen wurde er ins Krankenhaus eingeliefert und verstarb dort bald darauf.

Nach ersten Informationen hatte sich ein Gerüstteil gelöst.

► Zugreisende müssen sich auf Ausfälle und starke Verspätungen einstellen. Grund dafür sind die umgewehten Bäume auf den Gleisen.

Der Autozug nach Sylt hat seinen Verkehr seit 13.30 Uhr eingestellt. Unter anderem die Strecken zwischen Hamburg und Flensburg sowie zwischen Lübeck und Puttgarden. Weitere Infos gibt es auf www.bahn.de oder in der Bahn-App. Zusätzlich fährt die S-Bahn 3 und 31 zwischen Harburg-Rathaus und Neugraben sowie zwischen Buxtehude und Stade nicht.

► Dicke Pötte, Barkassen und alles was sonst auf der Hamburger Elbe herumschippert ist dazu angehalten langsam zu fahren.

Das verordnete die Wasserschutzpolizei am Mittwochnachmittag. Denn durch den Wind würden die Schiffe ansonsten ganz schön ins Wanken geraten.

► Wegen des Herbststurmes wurde unterdessen auch der Hamburger Park „Planten un Blomen“ ab dem frühen Mittwochnachmittag geschlossen. Das teilte das zuständige Bezirksamt mit. Damit falle auch das für den Abend geplante Wasserlichtkonzert im Park aus.

Es bestehe die Sorge, dass die noch belaubten alten Bäume im Park dem Sturm eventuell nicht standhalten könnten.

► In Flensburg wurden aufgrund der Sturmwarnung die städtischen Kindertagesstätten geschlossen. Der Wetterdienst habe für Sturmtief Sebastian ähnliche Windgeschwindigkeiten wie bei Sturm Christian vorausgesagt, teilte die Stadt mit.

Daher empfiehlt die Stadtverwaltung, alle Schulen zu schließen, die Eltern zu benachrichtigen und die Kinder nach Hause zu schicken beziehungsweise von den Eltern abholen zu lassen. Die endgültige Entscheidung, den Unterricht ausfallen zu lassen, liege aber bei der Schulleitung.

Die städtischen Kindertageseinrichtungen wurden für den Rest des Mittwochs geschlossen. Eine Betreuung für Kinder, die nicht vorzeitig abgeholt werden konnten, wurde sichergestellt.

Sturm Christian hatte im Oktober 2013 über Norddeutschland und Nordeuropa gewütet. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

 

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