Hurrikan Irma hat in der Karibik tödliche Verwüstung angerichtet.

Auf Saint-Barthélemy, das bei Urlaubern auch als Luxusinsel St. Barth bekannt ist, gab es schwere Schäden. Auch die Inseln Barbuda und der französische Teil von Saint-Martin sind riesige Trümmerfelder. Dort kamen mindestens zehn Menschen ums Leben.

Auf Barbuda leben etwa 1600 Menschen. Die Insel war als erste von dem Hurrikan getroffen worden. Auch der französische Teil der Insel Saint-Martin soll zu 95 Prozent zerstört sein. Es gebe dort kein Trinkwasser und keine Stromversorgung mehr, hieß es in ersten Berichten.

► In der Nacht zum Mittwoch tobte der Sturm der höchsten Kategorie fünf dann auch vor der Nordküste des US-Außengebiets Puerto Rico.

Die Lage ist dramatisch: Mehr als die Hälfte der drei Millionen Einwohner sind ohne Strom. Flüsse sind über ihre Ufer getreten, Bäume knickten um. Gouverneur Ricardo Rossello forderte die Nationalgarde an und ließ Notunterkünfte für 62 000 Menschen öffnen.

► Am Donnerstagmorgen (MEZ) streifte Irma dann bereits die Dominikanischen Republik. Und Stunden später wird er die Nordküste Haitis treffen – offenbar ist man ihm dort hilflos ausgesetzt.

„Das Land ist schlecht auf so einen Sturm vorbereitet. Vor allem an der Nordküste erwarten wir erhebliche Schäden“, sagte Georg Dörken von der Welthungerhilfe, der von der Hauptstadt Port-au-Prince die Hilfsmaßnahmen organisiert.

Irma ist dem Nationalen Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA zufolge der stärkste Hurrikan, der jemals außerhalb der Karibik und des Golfs von Mexiko verzeichnet wurde. Meteorologen zufolge dürfte der Hurrikan am Samstag oder Sonntag Florida erreichen.

Der US-Bundesstaat hat wie Puerto Rico sowie North und South Carolina den Notstand ausgerufen. Zudem wurden Evakuierungen angeordnet. Für Freitag sind 7000 Soldaten der Nationalgarde einberufen worden.

Gouverneur Rick Scott zufolge könnte Irma schwerere Schäden anrichten als der Wirbelsturm „Andrew 1992, bis heute eine der teuersten Naturkatastrophen in der Geschichte der USA.

 

Die USA werden damit zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen von einem Hurrikan heimgesucht: Harvey hatte zuletzt insbesondere an der Küste von Texas schwere Schäden angerichtet. Etwa 60 Menschen kamen ums Leben.

Evakuierung von Küstengebieten des US-Staats Georgia angeordnet

Angesichts des sich auf das Festland der USA zubewegenden Monster-Hurrikans „Irma“ haben die dortigen Behörden ihre

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